Liebe Bürger, was für ein Skandal. Da lädt unsere AfD-Landtagsfraktion in MV zum Sommerfest und Vertreter von Vereinen, Verbänden und anderen Parteien kommen. Sie sind zu Gast bei der stärksten politischen Kraft im Land. Na und?
Die Blockwarte sind außer sich. Zeter und Mordio schreien SPD und Linke, und auch die angeschlossene Postille „Ostsee-Zeitung“ kriegt sich gar nicht ein. Diese schlimmen Kontaktschuldner muss man doch zur Rede stellen.
Während Zeitungsleser mit den Achseln zucken und den vielzitierten umfallenden Sack Reis vor Augen haben, herrscht Großalarm beim Establishment. Wie können Handwerkspräsidenten, Bauernverbandsvertreter und Landtagsabgeordnete anderer Fraktionen bloß mit den pösen Verfemten beisammensitzen?
Da muss der öffentliche Pranger her, um die Delinquenten wieder in Reih‘ und Glied zu bekommen. Herr im Himmel, in was für einem Land leben wir eigentlich, in dem ein solches Treffen eine Zeitungsnachricht wert ist? Aber der Zweck der Übung ist klar. Es geht um Disziplinierung von renitenten Abweichlern, die keinen Bock auf den üblichen Ausgrenzungszirkus á la SED-Regime haben.
Aber dieser Schuss geht (pssst, Geheimnis) natürlich nach hinten los. Die Bürger sehen Bilder mit gutgelaunten Leuten, die entspannt zusammensitzen und miteinander statt übereinander reden. Einfach so, über unterschiedliche Ansichten hinweg… Wo also ist das Problem? Alle Finger der Alarmrufer zeigen auf sie selbst zurück, auf diejenigen, die uns dauernd „Vielfalt und Toleranz“ predigen, dann aber gelebtes Miteinander skandalisieren wollen. Ein echter Augenöffner, vielen Dank dafür.
Und jetzt kommt’s noch dicker für die Sittenwächter. Da gibt der Handwerkspräsident dem insistierenden Zeitungsfritzen doch dreist zurück: „Die Brandmauer gegen die AfD hat nichts gebracht. Für mich und viele andere gibt es keine Brandmauer mehr.“ Oha, und obendrauf: „Wir reden mit allen und grenzen niemanden aus.“
Ja, ist es denn die Möglichkeit? Völlige Renitenz statt Selbstkritik. Da ist ja die staatsfeindliche Hetze nicht mehr weit! (Ironie off.) Dabei hat der führende Genosse Barlen doch unmissverständlich folgende Parole zur AfD ausgegeben: „Sie ist eine gefährliche Partei für MV, die die Menschen gegeneinander aufbringt.“
Knick in der Optik, würde ich sagen. Nichts Neues bei den Sozis. Das Gegenteil ist selbstverständlich der Fall. Das Sommerfest hat ja gerade gezeigt: Die AfD bringt Menschen mit unterschiedlichen Auffassungen zusammen. Überhaupt gar kein Problem, weil wir die Freiheit lieben und andere Meinungen respektieren.
Es sind die bornierten Ausgrenzer von Andersdenkenden, die selbsternannten „Demokraten“, die dringend einen Nachhilfekurs in Demokratie und Meinungsfreiheit brauchen. Denn sie können in Wahrheit nichts weiter als diffamieren und stigmatisieren. Sie tun dies aus purer Angst, ihre Deutungshoheit, ihr Meinungsmonopol und damit ihre Macht zu verlieren.
Sie wissen es noch nicht, aber sie haben bereits verloren. Wir freiheitsliebende Menschen werden gemeinsam unser ostdeutsches Erbe von 1989 wiederbeleben. Wir werden Schluss machen mit der Angstmache, mit angedrohten Berufsverboten, mit öffentlichen Prangern oder gar einschüchternden Polizeibesuchen bei Rentnern.
Wir räumen die neuen Mauern weg, die sie über Jahre aufgetürmt haben. Wir lassen uns nicht länger kleinhalten, jeder darf mit jedem reden! Es ist eben keine Zeitungsmeldung, wenn sich Menschen auf Festen treffen und unterhalten. Es ist ganz einfach gelebter freier Diskurs, wie er wieder selbstverständlich werden muss. Deshalb: Lasst uns die Gegner der Freiheit endlich aufs Altenteil schicken.