Liebe Bürger,
der Einsturz der Carolabrücke in Dresden schockiert. Wie ist so etwas möglich im Land der Ingenieure? Das sind doch Bilder, die man bisher eher aus Entwicklungsländern kannte.
Es ist eine Katastrophe, ein weiteres Menetekel für den Zustand unseres Landes. Die Infrastruktur verfällt (zum Glück sind die Radwege in Peru in Schuss); die Bahn misst ihre Fahrpläne nicht mehr, sie schätzt sie; unser Bildungswesen eilt von einer Pisa-Pleite zur nächsten; die Unis bringen einen Haufen Genderideologen hervor, aber kaum noch Kernforscher; gut qualifizierte Deutsche geben auf und flüchten ins Ausland, weil die Chancen im eigenen Land schwinden.
Deutschland als Hort des technischen Fortschritts, der Verlässlichkeit, der Präzision, es war einmal. Wir erleben auf allen Ebenen einen dramatischen Niedergang. Das, was unsere Vorfahren über Jahrhunderte mit viel Fleiß und trotz mancher Rückschläge geschaffen haben, wird heute vor sich hin verwaltet statt vermehrt. Deutschland lebt von der Substanz.
„Es soll unseren Kindern einmal besser gehen“ war immer die Maxime der Deutschen – über Generationen. Heute zählt nur noch die Work-Life-Balance. Wie lange kann das gutgehen? Und warum ist das so? Der Mensch strebt doch nach mehr, für sich und seine Lieben. Wenn einem aber die Hälfte des hart Erarbeiteten genommen wird, wozu dann noch anstrengen oder gar ins Risiko gehen und ein Unternehmen gründen? Fleiß und Leistungswille werden in diesem Land regelrecht bestraft.
Dazu grassiert die geballte Verantwortungslosigkeit. Politiker suggerieren, es gäbe alles umsonst: bedingungsloses Grundeinkommen, getarnt als Bürgergeld; aufgetürmte Schulden, lass‘ doch die kommenden Generationen zahlen; Sinnlosprojekte, in denen Milliarden versenkt werden, ohne dass jemand dafür haftet… Bis der Schaden eintritt, hat der Politiker ja seine Pension.
Verantwortung übernimmt heute keiner mehr. Ob Corona-Missmanagement, Ahrtal-Katastrophe, die vermurkste Energiewende oder die anhaltende illegale Massenmigration, selbst schwerstes politisches Versagen hat keinerlei Konsequenzen. Grenzen lässt man trotz hunderttausender hereinströmender illegaler Migranten offen stehen mit dem patzigen Hinweis, man könne die Grenzen doch gar nicht schützen (Merkel). Abschiebungen finden nicht statt. So in Solingen, wo die versäumte Rückführung des Messer-Attentäters mit auf das Konto der grünen Integrationsministerin geht. Und, zurück zur Carolabrücke, hier schlägt der zuständige Baubürgermeister, ebenfalls ein Grüner, Warnungen vor dem maroden Brückenzustand in den Wind und trommelt lieber für Klimaprojekte.
Früher sind Regierende, die großen Schaden angerichtet haben, zurückgetreten. Heute kleben sie wie Kittifix an ihren Sesseln. Die Ampel ist auch immer noch da… Wir werden regiert von Berufspolitikern, deren Horizont maximal bis zur nächsten Wahl reicht. Hauptsache wiedergewählt. Es fehlt das verantwortungsvolle Handeln in langen Linien.
Wir brauchen in der Regierung wieder lebenserfahrene, klar denkende Menschen, die wissen, dass unser Wohlstand hart erarbeitet ist und dass man sorgsam mit den Interessen und dem Geld der Bürger umzugehen hat. Menschen, die wissen, dass wir alle Kraft in die Zukunft unseres Volkes investieren müssen statt eigenes Versagen mit geborgtem Geld zuzuschütten und zu hoffen, dass die Rechnung dafür erst später kommt.
Eine gute Regierung schafft die Kernvoraussetzungen dafür, dass sich unsere Familien selbst etwas aufbauen können: Bildung, Wissenschaft, Sicherheit, Infrastruktur. Und mehr Netto vom Brutto, denn die Bürger wollen ihres eigenen Glückes Schmied sein! Ermöglichen ist die Aufgabe von Politik.