Liebe Bürger, Stück für Stück kommt die Wahrheit ans Licht. Der angebliche Antisemitismus-Skandal in Klütz entpuppt sich, wie zu erwarten war, als Antisemitismus-Instrumentalisierungs-Skandal. Weil die Kosten für einen Friedman-Auftritt aus dem Ruder liefen und die Stadt die Notbremse zog, musste offenbar die große Keule her.
Wir lesen in der Zeitung, wie der Hase in Klütz wohl wirklich lief. Das von Friedman geforderte Honorar inklusive Reise- und Übernachtungskosten (in Hamburg!) überstieg ganz einfach die finanziellen Möglichkeiten der Stadt. Und die behaupteten Spender für die hohen Kosten habe es gar nicht gegeben, so eine Mitarbeiterin. Die Stadt hätte demnach tief in die klammen Taschen greifen müssen, um den umstrittenen Publizisten empfangen zu dürfen.
Ganz offensichtlich war ein unzufriedener Akteur, der jetzt suspendierte Leiter des Literaturhauses, gewillt, seine Friedmann-Einladung mit der Brechstange durchzusetzen. Die Medien-Maschinerie lief an, die folgende Stigmatisierung der Einwohner, des Bürgermeisters und der Stadtvertretung war egal. Besser: Sie war wohl gewollt, um zum Ziel zu gelangen.
Friedman selbst warnte sogleich im NDR-Interview, dass die AfD „bereits sehr autoritär“ in die Städte hineinwirke. Aha, der übelste aller Übeltäter war ausgemacht! Wohlgemerkt in einer Stadt, in der die AfD noch nicht mal in der Stadtvertretung sitzt.
Für die Klützer ungewohnt, kennen wir diese Masche von Politik und Medien selbstverständlich lange. Es ist der übliche Wahnsinn, Antisemitismus herbeizuschreien, auch dort, wo es ihn gar nicht gibt, um dadurch seinen Willen aufzuzwingen.
Wir alle wissen sehr genau, wo ekelhafter Judenhass wirklich blüht: im ultralinken Milieu und bei muslimischen Immigranten. Ja, wir haben es vor allem mit einem importierten Problem zu tun. Das aber bekämpft man ganz sicher nicht mit falschen Vorwürfen, die zurecht eine ganze Stadt empören. So erweist man der Sache einen Bärendienst.
Wieder einmal wurde eine von Antisemitismus durchdrungene Gesellschaft herbeifantasiert. Und alle sprangen in Sekundenschnelle auf den üblichen Verdächtigungszug auf. Die SPD-Granden fanden sich in Klütz ein, um den „Anfängen zu wehren“. Wie weiland Manuela Schwesig in Groß Strömkendorf, die nach der Brandstiftung in der dortigen Asylunterkunft sofort um das rechtsextremistische Tatmotiv wusste, das es am Ende nicht gab. Schon damals verstieß die „Landesmutter“ eiskalt ihre Landeskinder, statt sich vor sie zu stellen und vor vorschnellen Schlüssen zu warnen.
Auch in Klütz hätten die noch Landesregierenden besser zur Vorsicht gemahnt, statt eine Stadt in den Senkel zu stellen. Und ganz vorne dabei auch der NDR. Es gab ein großes Betroffenheitsinterview mit Michel Friedman, kritische Nachfragen blieben aus. So trieb man Hand in Hand, wie üblich in unserer Empörungsdemokratie, die ausgemachten „Bösewichte“ in die Enge. Folge: Ein verdienter Bürgermeister schmiss hin. Er hielt die Treibjagd einfach nicht mehr aus.
Ein weiteres Beispiel für die ganze Unmenschlichkeit dieser verbohrten Ideologen, die unser Land nach wie vor im Griff haben. Sie sind unerbittlich, sie sind gnadenlos, und sie merken es nicht einmal. Weil sie sich selbst als große Demokraten wähnen.
Das ist der Ungeist, den wir bekämpfen müssen. Scheindemokraten brauchen wir nicht! Es braucht weniger „Haltung“, denn die kennt keine Argumente. Es braucht mehr gesunden Menschenverstand und aufgeweckte, selbstdenkende Bürger, die solch schändlichem Instrumentalisierungstreiben ein Ende setzen.